Was ist die Versorgungseinrichtung der Bezirksärztekammer Koblenz?

Die Versorgungseinrichtung ist eine Einrichtung der Bezirksärztekammer Koblenz, Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie steht unter der Aufsicht des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland Pfalz.

Gesetzliche Grundlage für die Versorgungseinrichtung ist das Heilberufsgesetz für das Land Rheinland-Pfalz.

Die Berechnung der Leistungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem sogenannten „offenen Deckungsplanverfahren“, das heißt die Beiträge werden für die späteren Leistungen angesammelt.

Wer ist Mitglied der Versorgungseinrichtung der Bezirksärztekammer Koblenz?

Alle nicht dauernd berufsunfähigen Ärztinnen und Ärzte, die Mitglied der Bezirksärztekammer Koblenz sind, sind Pflichtmitglied der Versorgungseinrichtung - unabhängig von ihrer Nationalität.

Sollten Sie bisher Mitglied einer anderen berufsständischen Versorgungseinrichtung gewesen sein, können Sie die dort gezahlten Beiträge an die Versorgungseinrichtung überleiten lassen, sofern und soweit mit der abgebenden Versorgungseinrichtung ein entsprechendes Überleitungsabkommen besteht (die Anzahl der überleitungsfähigen Beitragsmonate ist begrenzt; nach den derzeit bestehenden Überleitungsabkommen auf 96). Aus den übertragenen Beiträgen erhalten Sie Versorgungsleistungen in gleicher Höhe, als wären die bei der bisherigen Versorgungseinrichtung gezahlten Beiträge zu entsprechenden Zeiten an uns entrichtet worden. Wünschen Sie eine Überleitung der bisher gezahlten Beiträge, bitten wir um Rücksendung des beigefügten Überleitungsantrages, damit wir das Weitere veranlassen können. Der Überleitungsantrag muss innerhalb von 6 Monaten nach Aufnahme der Tätigkeit im Zuständigkeitsbereich der Bezirksärztekammer Koblenz gestellt werden.

Ausnahme von der Mitgliedschaft

Ausgenommen von der Pflichtmitgliedschaft sind:

  • Ärztinnen und Ärzte, die ihre ärztliche Tätigkeit im Bereich der Bezirksärztekammer Koblenz nach Erreichen der satzungsgemäßen Altersgrenze aufnehmen;
  • beamtete oder ehemals beamtete Ärztinnen und Ärzte im Sinne des Artikel 131 des Grundgesetzes, die Anwartschaft auf lebenslängliche eigene Versorgung und Hinterbliebenenversorgung besitzen, vom Zeitpunkt des Erwerbs der Anwartschaft an;
    dies gilt auch

    a) für Beamte auf Widerruf, auf Zeit oder auf Probe für die Dauer dieses Beamtenverhältnisses,
    b) für Sanitätsoffiziere, die als Berufssoldaten oder Soldaten auf Zeit im Kammerbereich tätig sind;

  • Ärztinnen und Ärzte, die im Bereich der Bezirksärztekammer Koblenz nur in geringem Umfang ärztliche Tätigkeit ausüben und deshalb keine Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung-Bund entrichten müssen.

Auf schriftlichen Antrag und Zusendung der entsprechenden Nachweise können ganz oder teilweise befreit werden:

  • Soldaten, die ihre Wehrpflicht erfüllen, sofern sie nicht ihre Wehrpflicht im unmittelbaren Anschluss an die Pflichtmitgliedschaft ableisten; der Erfüllung der Wehrpflicht im Sinne der Satzung steht die Ableistung eines Zivildienstes gleich;
  • Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern, bei Sozialleistungsträgern oder anderen Behörden, die nicht Beamte, jedoch fest angestellt sind, und denen lebenslänglich eigene Versorgung und Hinterbliebenenversorgung nach beamtenrechtlichen Grundsätzen über eine öffentlich-rechtliche Körperschaft oder eine öffentlich-rechtliche Versorgungskasse vertraglich zugesichert ist.